Warum kluge Reisende ausgerechnet im Januar nach Angkor Wat fliegen und dabei hunderte Euro sparen

Während in Europa der Januar oft grau und kalt daherkommt, herrschen in Kambodscha ideale Bedingungen für eine unvergessliche Reise zu den spektakulärsten Tempelanlagen Südostasiens. Angkor Wat und die umliegenden Tempelkomplexe bieten in diesem Monat perfektes Wetter mit angenehmen Temperaturen um die 25 bis 30 Grad und kaum Niederschlag – genau richtig, um mit Freunden auf Entdeckungstour zu gehen, ohne von tropischen Regengüssen überrascht zu werden. Die trockene Jahreszeit macht den Januar zu einem der besten Monate, um dieses Weltwunder zu erkunden, bevor die Hitze des Frühjahrs einsetzt.

Warum Angkor Wat im Januar mit Freunden bereisen?

Eine Reise nach Angkor Wat ist mehr als nur Sightseeing – es ist eine Zeitreise in eine vergangene Epoche, in der das Khmer-Reich seine Blütezeit erlebte. Mit Freunden wird diese Erfahrung noch intensiver: Während ihr gemeinsam durch die mystischen Ruinen streift, könnt ihr euch gegenseitig fotografieren, wie ihr zwischen jahrhundertealten Wurzeln klettert, die sich um Steintempel winden, oder gemeinsam den Sonnenaufgang über den ikonischen Türmen von Angkor Wat bestaunt. Die Gruppendynamik macht es zudem einfacher, die Kosten niedrig zu halten – von geteilten Unterkünften bis zu gemeinsamen Fahrrädern oder Tuk-Tuks.

Der Januar bietet einen weiteren entscheidenden Vorteil: Die Vegetation ist nach der Regenzeit noch satt grün, die Wassergräben um die Tempel gefüllt, und dennoch sind die Wege gut begehbar. Die Luftfeuchtigkeit ist deutlich geringer als in anderen Monaten, was das Erkunden der weitläufigen Anlage wesentlich angenehmer macht.

Die Tempelwelt erkunden: Mehr als nur Angkor Wat

Die Tempelanlage von Angkor erstreckt sich über mehr als 400 Quadratkilometer und umfasst weit über 1.000 Tempel. Während Angkor Wat selbst das Highlight darstellt und mit seiner harmonischen Architektur beeindruckt, solltet ihr unbedingt auch die anderen Tempel in eure Route einplanen.

Die Klassiker und versteckten Schätze

Angkor Wat selbst verdient mindestens einen halben Tag eurer Zeit. Der Haupttempel ist ein architektonisches Meisterwerk mit seinen fünf Türmen, die den heiligen Berg Meru symbolisieren. Die Reliefs erzählen Geschichten aus der Hindu-Mythologie auf einer Länge von über 800 Metern – plant genug Zeit ein, um diese Details zu würdigen.

Bayon im Zentrum von Angkor Thom fasziniert mit seinen 216 lächelnden Gesichtern, die in alle Himmelsrichtungen blicken. Hier werdet ihr unweigerlich Stunden damit verbringen, den perfekten Winkel für eure Fotos zu finden, während die mystischen Gesichter auf euch herabschauen.

Ta Prohm ist der Tempel, den sich die Natur zurückerobert hat. Riesige Kapokbäume haben ihre Wurzeln über und durch die Steinmauern geschlungen und schaffen eine surreale Atmosphäre. Dieser Tempel ist besonders fotogen und bietet unzählige Möglichkeiten für kreative Aufnahmen.

Weniger überlaufen, aber nicht weniger beeindruckend sind Tempel wie Preah Khan, Banteay Srei mit seinen filigranen Sandsteinverzierungen oder Pre Rup, der sich hervorragend für Sonnenuntergänge eignet, wenn die Massen bei Angkor Wat sind.

Fortbewegung: Flexibel und günstig unterwegs

Die Fortbewegung rund um die Tempel lässt sich kostengünstig gestalten, wenn ihr die richtigen Optionen wählt. Fahrräder sind die budgetfreundlichste Variante und kosten etwa 2-3 Euro pro Tag. Damit seid ihr völlig flexibel, könnt spontan an interessanten Stellen anhalten und erreicht auch entlegenere Tempel. Die Strecken sind überwiegend flach, und im Januar ist das Wetter ideal zum Radfahren. Für eine Gruppe ist das gemeinsame Radeln zudem ein Erlebnis für sich.

Tuk-Tuks sind die zweite beliebte Option. Ein Tuk-Tuk für den ganzen Tag kostet etwa 15-20 Euro und bietet Platz für vier Personen – geteilt durch vier wird das also sehr erschwinglich. Der Fahrer kennt die Gegend perfekt, kann euch Geheimtipps geben und wartet an jedem Tempel auf euch. Verhandelt den Preis am Vorabend und einigt euch auf eine Route.

Elektroroller kann man für etwa 7-10 Euro pro Tag mieten, was sich für zwei Personen anbietet, die mehr Unabhängigkeit wünschen. Stellt aber sicher, dass ihr euch mit dem Verkehr in Südostasien wohlfühlt.

Unterkünfte: Komfortabel schlafen ohne das Budget zu sprengen

Siem Reap, die Stadt nahe Angkor Wat, bietet Unterkünfte für jedes Budget. Im Januar empfiehlt es sich, einige Tage im Voraus zu buchen, da es Hochsaison ist, aber die Preise bleiben im Vergleich zu europäischen Standards sehr moderat.

Hostels mit Mehrbettzimmern sind perfekt für Gruppen und kosten zwischen 4 und 8 Euro pro Nacht und Person. Viele verfügen über Pools, Gemeinschaftsbereiche und organisieren gemeinsame Aktivitäten. Das ist ideal, um auch andere Reisende kennenzulernen und Tipps auszutauschen.

Gästehäuser bieten oft Doppelzimmer für 15-25 Euro, die ihr zu zweit teilen könnt. Bei vier Freunden könnt ihr oft auch zwei benachbarte Zimmer bekommen oder sogar kleine Apartments, die auf mehrere Tage gebucht noch günstiger werden.

Achtet auf Unterkünfte etwas abseits des touristischen Zentrums – dort sind die Preise niedriger, und oft bekommt ihr authentischere Einblicke ins lokale Leben. Die meisten Unterkünfte bieten kostenlosen Fahrradverleih oder organisieren gegen geringe Gebühr Tuk-Tuk-Transfers.

Kulinarische Entdeckungen zu kleinen Preisen

Die kambodschanische Küche ist ein Highlight für sich und extrem budgetfreundlich. In den lokalen Garküchen bekommt ihr authentische Gerichte für 2-3 Euro. Amok, ein Curry mit Fisch oder Huhn in Kokosmilch gedämpft, ist ein Muss. Lok Lak, mariniertes Rindfleisch mit Reis, oder eine kräftige Nudelsuppe am Morgen geben euch die Energie für lange Tempel-Erkundungen.

An den Ständen rund um die Tempel findet ihr frische Kokosnüsse für etwa 1 Euro, Früchte-Shakes für 1,50 Euro und gegrillte Fleischspieße für weniger als 2 Euro. Vermeidet die Restaurants direkt am Haupteingang von Angkor Wat – geht ein paar Straßen weiter, und die Preise halbieren sich bei besserer Qualität.

Die Nachtmärkte in Siem Reap bieten nicht nur Souvenirs, sondern auch zahlreiche Essensstände. Hier könnt ihr abends entspannt bei einem frischen Bierlao (etwa 1 Euro) zusammensitzen und den Tag Revue passieren lassen.

Praktische Tipps für eure Tempel-Tour

Der Angkor Pass ist Pflicht für alle Tempel und kostet etwa 35 Euro für drei Tage (innerhalb einer Woche nutzbar) oder 60 Euro für sieben Tage (innerhalb eines Monats). Für eine mehrtägige Reise ist der Drei-Tages-Pass die beste Option, da ihr so die Haupttempel in Ruhe erkunden und auch mal einen Pausentag einlegen könnt.

Startet früh – der Sonnenaufgang über Angkor Wat ist legendär, aber selbst wenn ihr kein Morgenmensch seid, sind die Tempel vor 9 Uhr deutlich leerer. Die Mittagshitze um 12-14 Uhr nutzt ihr am besten für eine Pause, ein spätes Mittagessen oder einen Besuch im Pool eurer Unterkunft.

Packt genug Wasser ein (große Flaschen kosten im Supermarkt 0,50 Euro, an den Tempeln das Doppelte), tragt Sonnenschutz und respektable Kleidung. Schultern und Knie sollten bedeckt sein, besonders in den heiligsten Bereichen.

Ein Sarong ist ein praktischer Begleiter – er dient als Sitzunterlage bei Pausen, Sonnenschutz oder notfalls als zusätzliche Bedeckung, falls eure Kleidung zu freizügig sein sollte. Diese bekommt ihr auf jedem Markt für 3-5 Euro.

Über die Tempel hinaus

Plant auch Zeit für Aktivitäten abseits der Tempelanlagen ein. Der schwimmende Dorf-Komplex am Tonle Sap See bietet Einblicke in das Leben auf dem Wasser, auch wenn die touristischeren Touren teuer sein können. Fragt Einheimische nach authentischeren und günstigeren Möglichkeiten.

Ein Kochkurs kostet etwa 15-20 Euro und ist eine unterhaltsame Gruppenaktivität, bei der ihr lernt, authentische Khmer-Gerichte zuzubereiten. Das Essen, das ihr kocht, ist dann gleichzeitig euer Abendessen.

Die Pub Street in Siem Reap bietet abends Unterhaltung, kann aber touristisch überteuert sein. Erkundet die Seitenstraßen für authentischere Bars mit Live-Musik und lokalen Preisen, wo ein Bier 1,50 statt 3 Euro kostet.

Der Januar ist die perfekte Zeit, um Angkor Wat mit Freunden zu entdecken. Die Kombination aus idealem Wetter, überschaubaren Kosten und der Möglichkeit, Ausgaben zu teilen, macht diese Reise zu einem unschlagbaren Abenteuer. Die Erinnerungen an Sonnenaufgänge zwischen uralten Tempeln, gemeinsames Lachen beim Erkunden versteckter Ruinen und intensive Gespräche bei lokalen Nudelsuppen werden euch noch lange begleiten – und das alles, ohne euer Budget zu sprengen.

Welchen Angkor-Tempel würdest du zuerst erkunden?
Angkor Wat zum Sonnenaufgang
Bayon mit den lächelnden Gesichtern
Ta Prohm wo Bäume regieren
Banteay Srei für Details
Geheimtipp abseits der Massen

Schreibe einen Kommentar